Big One On Tour

Burkina Faso 2015

Nach langem hin und her und der Unsicherheit mit Ebola sieht es im Moment so aus als hätten wir das Ziel Burkina Faso.

Unser großer Blauer hat einen kleinen Bruder in Form eines kleinen Schwarzen bekommen und so sind wir diesmal mit unsrem Land Rover Defender unterwegs.

28.12.2014 Abfahrt
0km / 0km

Es schneit schon den ganzen Tag, ebenso wie am Vortag, und entsprechend sind die Verkehrsmeldungen. Gegen 13:00 Uhr brechen wir auf und fahren bis Karlsruhe im Stop & Go. Wir fahren die Nacht durch und erreichen gegen 7 Uhr morgens die Spanische Grenze.

29.12.2014 bis Algeciras
2630km / 2630km

Wir erreichen gegen 20:30 Algeciras ohne besondere Vorkommnisse.
Bei Carlos kaufen wir gleich unsere Tickets und erledigen noch ein paar Einkäufe im Carrefour ehe wir uns auf dem Parkplatz in der nähe unseren Nachtplatz einrichten.

30.12.2014 Algeciras – Marrakesch
605km / 3235km

Eigentlich wollten wir die 9:20 Fähre nach Ceuta nehmen, als wir erfahren, dass diese gecancelt sind. Also dann doch wieder Tanger Med…
Die Überfahrt verläuft etwas schaukelig und wir erreichen gegen 12 Uhr afrikanischen Boden. Die Zollformalitäten dauernd etwa 1.5h und nachdem wir noch Geld gewechselt und eine SIM-Karte besorgt haben machen wir uns gegen 13 Uhr Ortszeit auf Richtung Marrakesch.
Gegen 20:30 Uhr sind wir auf dem Parkplatz hinter der Moschee, wir bauen unser Haus auf und lassen den Abend bei einem guten Abendessen in den Garküchen Gauklermarkt ausklingen.

31.12.2014 Marrakesch – Sidi Akhfenir
644km / 3879km

Die Nacht war kalt und wir starten Punkt 8 Richtung Süden. Gegen Mittag erreichen wir Agadir, dort gehen wir noch in den Supermarkt und fahren zügig weiter Richtung Tan Tan.
Um 18:30 erreichen wir unseren Stellplatz am Qued Fatma, direkt an der Steilküste. Dort verbringen wir unseren Silvesterabend bei Wein und Käsefondue.

An dieser Stelle allen zu Hause gebliebenen ein Glückliches und Gesundes Neues Jahr 2015!

01.01.2015 Sidi Akhfenir- Dakhla
758km / 4637km

Wir lassen uns Morgens etwas Zeit, frühstücken gemütlich und organisieren noch unser Fahrzeug um und so staten wir erst gegen 10:45 mit Ziel Dakhla.

Mit billigem Westsahara-Diesl geht es nun weiter und wir sind um 20:00 auf dem Campingplatz in Dakhla.

02.01.2015 Dakhla – Nouadhibou
452 km / 5089 km
Wir stehen heute früh auf, füllen noch die Wassertanks und sind dann um 7.30 Uhr auf den Weg nach Mauretanien. Wir erreichen bis zur Mittagszeit die Grenze zu Mauretanien.
Die Abfertigung auf der marokkanischen Seite verläuft zu unserer Überraschung diesmal extrem professionell und schnell. Nach nur 45 Minuten kreuzen wir das Niemandsland zum mauretanischen Grenzposten. An dieser Stelle sei erwähnt: Die Mauretanier haben sich ein neues System einfallen lassen, nachdem Autos, die älter als 8 Jahre sind nicht mehr ins Land dürfen, demnach die Abzocke durch Schlepper und korrupten Beamten Tür und Tor geöffnet. Das Grenzdokument fürs Auto kostet nun 50,00€ statt 10,00€ plus eines nicht zu vernachlässigenden Oboluses zur Organisation des solchen. Senegal wird wenigstens das Carnet anerkannt, hier hilft nur zahlen! Nach 3 Stunden warten, einigen Euros und 2 Dosen Bier leichter verlassen wir die Grenze und erreichen und um 17.30 Uhr den Camping ABBA in Nouadhibou.

03.01.2015 Nouadhibou – Parc National du Banc d´Arguin (PN BA)
80 km / 5169 km
Wir beschließen 2 Tage im Nationalpark zu verbringen um am Montag in Nouakchott unsere Visas zu besorgen. Nachdem wir klar Schiff gemacht haben brechen wir gegen 13.00 Uhr auf. Wir verlassen Nouadhibou und zweigen nach gut 40 km rechts in die Piste zum PN BA ab. Es ist sehr windig und trübe und so sind praktisch keinerlei Pisten oder Fahrspuren zu erkennen. Wir fahren oft querfeldein auf die GPS-Punkte zu. Es wird zunehmend sandiger, wir lassen den Luftdruck auf 1,6 Bar ab und durchqueren riesige Weichsandfelder. Immer im Hinterkopf: jetzt nur nicht festfahren. Wir durchqueren ein solches Feld und merken schon es wir immer weicher und tiefer und …. Es ist 18.30 Uhr und wir stecken bis zur Achse im Sand. Schön, dass wir dieses Jahr mit dem Landy unterwegs sind. Luftdruck auf unter 1 bar absenken, 10 Minuten Räder freigraben, die 4 Sandbleche drunter und mit Schwung geht es weiter bis fester Untergrund erreicht ist (mit dem LKW hätte diese Aktion mindestens einen halben Tage gedauert). Da es eh fast dunkel ist fahren wir auf eine Anhöhe und verbringen dort die Nacht.

04.01.2015 PN BA – Nouakchott
332 km / 5501 km
Es geht heute um 8.30 Uhr los. Die Sicht ist heute auch nicht besser und so fahren wir weiter unsere GPS-Punkte an, ab und zu ein paar Spuren sagen uns, dass wir nicht so falsch sein können. Es geht über endlose Ebenen, der Wind bläst von hinten dermaßen, dass wir von unserer eigenen Staubwolke überholt werden. Es sind praktisch keinerlei Spuren zu erkennen nachdem wir in einer riesigen Ebenen aus Sand und Schlick dem Untergang noch gerade entkommen sind, beschließen wir auf kürzestem Weg auf die Spur vom letzten Jahr zu gelangen. Es ist sehr mühsam, immer wieder stehen wir vor riesigen Feldern mit „kleinen Kamelhügeln“, die es zu durchqueren oder umfahren gilt. Wenige km vor Arkeiss stoßen wir auf die alte Piste. Von nun an geht es zügiger voran und wir finden ca. 30 km vor Nouamghar eine große breite Piste zur Hauptstraße. Wir füllen unsere Reifen und fahren die letzten 150 km auf Asphalt nach Nouakchott. Wir erreichen unseren altbewährten Campingplatz bei Omar gegen 19.00 Uhr. Omar bereitet uns wieder einen leckeren Fisch und wir lassen den Abend bei einem Gläschen Wein ausklingen.

05.01.2015 Nouakchott – Parc National de Diawling
274 km / 5775 km
Morgens um 9.00 Uhr stehen wir schon vor der senegalesischen Botschaft. Eine Stunde später geben wir unsere Pässe bei der Botschaft von Mali ab und nachmittags um drei können wir unsere Pässe mit den darin enthaltenen Visa für Senegal und Mali abholen. Wir fahren anschließen gleich weiter Richtung Djama. Die Asphaltstraße ist nun fertig bis Keur Massene, danach geht die Piste auf dem Damm weiter. Da die Grenze derzeit nur vormittags geöffnet ist, übernachten wir bei der Polizei-Station am Ende vom Park.

06.01.2015 Parc National de Diawling – Colobane
325 km / 6100 km
Gegen 9.00 Uhr sind wir startklar und machen uns auf den Weg zur Grenze. Die Grenze ist wie ausgestorben, wir sind die einzigen Gäste. Auf mauretanischer Seite wir von jedem Posten (Gendamerie, Police, Zoll) 10,00€ an Gebühren (für was auch immer) verlangt, diese waren auch nicht verhandelbar, ohne gab´s die Pässe nicht zurück. Der Senegalesische Zöllner ließ sich überzeugen, das Laissez Passer für vier Tage auszustellen, dass spart uns den Weg nach Dakar zum Zoll um das Carnet zu stempeln. Wir bezahlen die regulären 2500 CFA an Gebühren. Wir fahren weiter Richtung Süden und übernachten hinter Colobane im Busch.

07.01.2015 Colobane – Mako
483km / 6583km
Wir frühstücken gemütlich und machen uns gegen 9:30 auf Richtung Tambacounda.
Dort gegen 14:00 angekommen wechseln wir Geld, füllen unser Getränkevorräte nach (insbesondere Bier+Wein, wir kennen da ein kleines Depot wo das zu haben ist) und fahren nweiter bis Mako zu einem Stellplatz am Gambia-Fluss. Auf dem Weg dort hin erlegen wir fast einen Mopedfahrer, der wohl nicht damit gerechnet hat dass hier einmal im Jahr etwas entgegen kommt – aber gerade noch mal gut gegangen.

08.01.2015 Mako – Bamako (Mali)
617km / 7200km
Wir fahren um 8:30 los Richtung Sarayah / Kenieba zur Grenze nach Mali. Diese erreichen wir gegen 11, wir sind so ziemlich die einzigen Gäste. Alles läuft hier echt relaxt ab. Die Formalitäten auf senegalesischer Seiter verlaufen zügig ab, und auch die Einreise nach Mali erfolgt problemlos und schnell. Ohne Stress, ohne Schmiergelder und freundlich und zuvorkommend, als wären sie fast froh dass sich doch noch ein paar Touristen hier her verirren.
Gegen 18:00 erreichen wir Bamako und wir arbeiten uns durch das Getümmel bis zum Camp „Sleeping Camel“. Um 19:30 sind wir endlich am Ziel.
Wir wollten morgen eigentlich zur Botschaft von Burkina Faso, müssen jedoch erfahren dass am morgigen Freitag Feiertag ist und nicht gearbeitet wird. Das Visum soll allerdings auch an der Grenze zum akzeptablen Preis erhältlich sein.

Falls Ihr Euch schon gewundert habt – nein wir sind nicht verschollen, wir hatten nur in Burkina nie die Gelegenheit ins Internet zu gehen. Die SIM-Karte hat nicht funktioniert, die Camps waren in den Nationalparks ohne Strom und WLAN – darum geht es erst jetzt weiter,

09.01.2015 Bamako – Sikasso
315km / 7515km

Wir fahren gegen Mittag los und sind froh das chaotische Bamako hinter uns zu lassen.
Kurz vor Sikasso fahren wir zum Übernachten in den Busch.

10.01.2015 Sikasso – Burkina Faso – Kouitiala
323km / 7838km

Wir machen uns nach dem Frühstück auf Richtung Burkina Faso.
Nach einem kurzen Stopp an den Wasserfällen von Farako erreichen wir die Grenze.
Die Ausreise aus Mali verläuft problemlos und schnell.
In Burkina Faso angekommen kommt natürlich die Frage nach dem Visum.
Es wird uns ein 30 Tage-Visum für 94.000 CFA angeboten – ich dachte schon jetzt wird’s endgültig Zeit französisch zu lernen – aber ich habe ihn schon richtig verstanden – 94000 CFA pro Person, das sind etwa 150 EUR – das Gleiche in Bamako kostet etwa 35 EUR – selbst wenn es das „gelobte Land“ wäre, wäre es mir den Preis nicht wert. Ich pokere hoch, sagte dann fahren wir zurück nach Mali und besuchen sein schönes Land nicht und es sah für einen Moment so aus als würde es klappen.
Irgendwie konnte er es nicht glauben dass wir zurück fahren und war dann mit der Situation überfordert – wir nahmen jedenfalls unser Pässe und fuhren zurück nach Mali.
Wie wir übrigens dann auf der Borschaft in Bamako erfahren haben kostet das 30 Tage Visum an der Grenze 48000 CFA, zwar immer noch das Doppelte aber das hätte sich mit den Spritkosten aufgehoben – so ist eben Afrika……
Wir machen nochmals einen längeren Abstecher zu den Wasserfällen ehe wir einen Schlenker über Segue machen und dann am Montag zur Botschaft in Bamako gehen.
Sikasso – Segue ist absolute Nebenstrecke und entsprechend ist der Straßenzustand. Wir durchfahren bei Einbruch der Dämmerung Koutiala und fahren nach ca. weiteren 20km in den Busch zum Übernachten.

11.01.2015 Koutiala – Bamako
374km / 8212km

Wir lassen uns etwas Zeit und fahren nach gemütlichem Frühstück weiter Richtung Segue.
Dort verbringen wir etwas Zeit und fahren weiter bis Bamako und sind gegen 16:30 Uhr wieder im „Sleeping Camel“.

12.01.2015 Bamako – Segue
338km / 8450km
Um 8 machen wir uns auf zur Botschaft, irgendwie hat das mit den Koordinaten nicht richtig geklappt und so fragen wir uns durch – ein fataler Fehler. Eigentlich waren wir am Anfang ca. 300 m von der Botschaft entfernt – nach 2h Irrfahrt nehmen wir ein Taxi als Lotse und erreichen gegen 11 die Botschaft von Burkina Faso. Wir geben den V isum-Antrag ab und können die Pässe um 15 Uhr abholen.
Wir fahren an diesem Tag noch bis Segue. Dort hatten wir vor Jahren im Hof des Hotels Savane übernachtet – Der Portier in seinem Anzügchen strotzt nur so vor Arroganz und macht uns klar dass er heute keinen Platz für uns hat. Ich beherrsche mich….
Wir finden ein paar hundert Meter weiter ein Campement wo wir erwünscht sind.

13.01.2015 Segue – Faramana (Burkina Faso)
291km / 8741km
Die Kupplung vom Landy hatte sich am Vortag schon etwas seltsam angefühlt.
Nach dem Kaffee schaute ich mal nach und das Pedal ließ sich fast ohne Widerstand bis zum Boden treten – Kupplung hatte ich inkl. Nehmer-Zylinder vor Abfahrt neu gemacht – also vielleicht nur Luft im System. Wir versuchten zu entlüften – es kam allerdings unten nichts an – also bleibt nur noch der Geber-Zylinder – alles andere war ja neu. Ich sah Burkina für diesen Tag schon wieder schwinden.
Nach nur 4h (und nachdem was ich vorher über den Tausch des Geber-Zylinder gelesen hatte ist das absolute Rekordzeit) war das Teil getauscht, meine Meinung über britische Ingenieurs-Kunst ist dabei aufs unterste Level gesunken,
Wir machen uns gegen Mittag auf den Weg zur Grenze. Kurz vor der Grenze kam dann noch eine Polizeikontrolle – er fand dass an unserem Laisser Passer ein Stempel fehlt und ich zurück in die Stadt müsste, diesen zu holen.
Die Nerven liegen blank- aber ich beherrsche mich….
Nach etwas Palaver und Hin und Her war der Stempel dann nicht mehr so wichtig und wir durften ziehen. Zum Dank gab´s noch ein Cola für den Polizisten.
An der Grenze angekommen hat bei der Ausreise der fehlende Stempel natürlich niemanden interessiert. Die Einreise nach Burkina verlief absolut problemlos und wir fahren ca. 20km nach der Grenze in den Busch zum Übernachten.

14.01.2015 Faramana – Satiri
371km / 9112km
Um neun verlassen wir unseren Nachtplatz Richtung Bobo Dialasso und weiter bis Hounde.. Dort zweigt links eine Piste ab und führt in großem Bogen zum „Mare aux Hippopotames“.
Nach ca. 35km bemerken wird, dass wir die falsche Piste er wischt haben – ich lade die SAT-Karten aufs IPAD und muss feststellen dass dies Piste nur wieder direkt nach Bobo führt – also die 35km wieder zurück. Der Abstecher war nicht uninteressant – wir sind an riesigen Baumwollfeldern vorbei gekommen. Wieder in Hounde zurück finden wir schnell die richtige Piste und erreichen nach gut 70km zügiger Fahrt das Mare aux Hippopotames. Hierher hat sich wohl schon längere Zeit kein Tourist verirrt – wir werden von den Parkwächtern freundlich empfangen und fahren in der Dämmerung mit einer Piroge hinaus auf den See zu den Hippos. Das Ganze zum absolut fairen Preis von 1500CFA pro Person inkl. Bootsfahrt. Wir d dürfen die Nacht dann an der Ranger-Station verbringen

15.01.2015 Satiri – Quagadougou
430km / 9542km
Gegen 9:15 verabschieden wir uns von den Park-Rangern – es gibt noch ein paar Geschenke zum Dank und wir fahren weiter bis B obo
Dort tauschen wir noch Geld in der Banque Atlantique zum absolut Spitzen-Kurs von 655,95 CFA/EUR und ohne Gebühren – super Dienst am Kunden. Wir kaufen noch Getränke und Gemüse und etwas Diesel für den Landy ehe wir die Stadt dann Richtung Ouaga verlassen.
Die Straße ist super ausgebaut und wir kommen zügig voran ehe bei Soubou eine endlos lange Baustelle beginnt. Das drückt den Schnitt nach unten und wir erreichen Ouaga erst bei Einbruch der Dunkelheit. Den im Buch beschriebenen Campingplatz finden wir natürlich nicht und wir nehmen mal wieder ein Taxi als Lotse. Die Gegend wird immer düsterer und irgendwann stehen wir vor einer Mauer an der ein Schild mit Camping hängt. Der Besitzer kommt heraus und meint dass lange keine Touristen hier waren und er für unser Sicherheit nicht garantieren kann – er wüsste allerdings einen bewachten Hotelparkplatz auf dem wir stehen könnten. Er fuhr mit dem Moped voraus zum OK-Inn – auch das hat mittlerweile geschlossen, nach etwas Diskussion mit den Wachleuten des angrenzenden Zollhofs dürfen wir dort stehen bleiben.

16.01.2015 Quagadougou – Arly
430km / 9972m
Wir machen uns um 9 Uhr auf. Zunächst zur Tankstelle, dann witer bis Fada – N´Gourma.
Ich kaufe noch eine neue SIM-Karte mit der Internet funktionieren sollte – da Geld hätten wir besser in Brakina-Bier angelegt….
Gegen 13:30 erreichen wir Fada und zweigen Richtung Benin ab, über Parma bis Tindougou – hier zweigt die Piste nach Arly ab. Wir erreichen den Abzeig um 15:15 und fahren auf übelster Piste 80km bis Arly in den Nationalpark. Die letzten km legen wir bei Dunkelheit zurück und erreichen gegen 19:30 das Campement in Arly. Wir müssen ein Zimmer nehmen, Camping ist nicht möglich, auf den angebotenen Reis mit Gemüse für umgerechnet 10 EUR pro Person verzichten wir, wohl zur Unzufriedenheit des Campement-Betreibers. Er will morgen mit mir zum Nationalpark-Büro gehen und alles regeln.

17.01.2015 Arly – Fada N`Gourma
293km / 10265km
Eigentlich wollte der Kerl vom Campement um 7 da stehen – er lässt sich dann 45 min. später kurz sehen und ist dann verschwunden. Mir wird es irgendwann zu blöde und ich gehe zum Nationalpark-Büro wo ich unseren Campement-Betreiber wieder finde.
Er hat wohl schon alles klar gemacht und der Boss vom Park hält m ir einen Zettel mit 54 000 CFA unter die Nase:
2x Eintritt je 20.000
2x Guide je 6.000
1x Foto-Erlaubnis 2.000
Ich hatte gelesen, der Eintritt kostet 5.000 CFA, gut das 2009, aber x4 – ????
Ich fange an zu diskutieren, der Nationalpark-Heini meinte ob das zu teuer sei – ich sagte ja – und plötzlich waren wir bei 28.000 – das kam schon eher hin, der Eintritt kostet jetzt 10.000 CFA lt. Liste.
Wollte wohl der Campement-Mensch mit abzocken.
Nach einer weiteren ½ Stunde war dann auch der Guide da und wir konnten endlich starten.
Dino stellte kein Problem dar und durfte mit in den Park. Der Guide mit deiner AK47 nahm auf dem Beifahrersitz platz, Christa machte es sich hinten mit Dino gemütlich und so erhofften wir die lang ersehnten Elefanten zu sehen. Wir bekamen einen Büffel und jede Menge Gazellen vor die Linse, aber keine Elefanten, von Löwen wollen wir nicht mal träumen.
Nach 2h war die Runde beendet, der Guide verschwand ganz heimlich und der Park-Guru wollte diskutieren – die Nachmittags-.Runde sollte nochmals 28.000 kosten und da gibt´s dann vielleicht auch Elefanten. Nach einiger Diskussion wollte er dann nur noch 8.000 für den Nachmittag – mir war das Ganze dann zu wider und ich bestand auf eine Rechnung meiner bezahlten 28.000 mit Stempel und Unterschrift – das hat dem Kerl überhaupt nicht gepasst und zähneknirschend stellte er mir die Rechnung aus.
Wir beschließen auf die Nachmittagstour zu verzichten und hoffen auf Elefanten in der Ranch de Nazinga.
Wir fahren die Piste weiter und treffen ca. 50km vor der Grenze zu Niger wieder auf die Hauptstraße.
Hinter Fada finden wir einen Übernachtungsplatz unter 2 großen Baobabs im Busch.

18.01.2015 Fada – Ranch de Nazinga
448km / 10713km
Wir müssen zurück bis Ouga und von dort südlich Richtung Ghana bis Po.
Von dort geht eine Piste Richtung Westen und nach 15km zweigt links die Piste in den Nationalpark Ranch de Nazinga ab, nach 35km schlechter Piste ist das Camp bei Einbruch der Dunkelheit erreicht.
Auch hier müssen wir ein Zimmer nehmen, die einzelnen Posten werden korrekt aufgeführt,
nicht unbedingt billig aber kein Gefühl der Abzocke wie in Arly. Wir bleiben hier für 2 Nächte.
Auch das Restaurant ist zu empfehlen – gut und zu angemessenen Preisen.

19.01.2015 Ranch de Nazinga
35km / 10748km

Um 6:00 treffen wir unseren Guide (diesmal ohne AK47) und es geht auf Prischfahrt.
Wir sehen vereinzelt ein paar Antilopen und nach kurzer Zeit ein Gruppe von 5 Elefanten beim Frühstück. Wir fahren dicht vorbei- anscheinend zu dicht – ein Bulle nimmt Kurs auf uns – wir hätten ihn fasst berühren können. Auch der Guide hatte mit der Attacke nicht gerechnet und wusste nicht, ob vorwärts, rückwärts oder stehen bleiben. Wir entscheiden uns für stehen bleiben, der Elefant stellt seine Ohren und baut sich vor dem Auto auf und dreht dann ab nachdem seine Familie die Piste gequert hat. Wir hatten unsere Elefanten – näher als gewünscht. Dummerweise gab es nicht mal Fotos davon weil wir das große Tele montiert hatten und dafür waren die Dickhäuter einfach zu nahe da. Im Reservat leben ca. 400 Elefanten – also werden wir unsere Chance auf gute Fotos bestimmt noch haben.Ein paar km weiter kommen wir zu einem Hügel von dem wir einen fantastischen Rundumblick auf das Reservat haben . In allen Richtungen sieht man Elefantenherden durch die Savanne ziehen – der Guide drängt leider viel zu früh zur Weiterfahrt.
Gegen halb neun sind wir zurück im Camp. Die nächste Ausfahrt ist für 16:00 Uhr geplant.
Wir haben also etwas Zeit und versuchen das Leck im Tank zu orten – wenn wir voll getankt haben sprudelt Diesel oben aus dem Original-Tank. Wir sind der Meinung dass es an den lockeren Schrauben im Deckel lag und beenden die Schweinerei…
Um 16 Uhr geht es wieder in den Busch. Wir finden einige Elefantenherden und es gibt jede Menge Fotos.

20.01.2015 Ranch de Nazinga – Boromo
341km / 11089km

Nach dem Frühstück gehen wir noch ans Wasserloch und verlassen dann gegen 9 diesen herrlichen Platzt. Auf der Piste sehe ich in der Ferne etwas großes graues über die Piste laufen. Christa lacht mich aus und meint ich sehe schon überall Elefanten. Als wir näher kommen entdecken wir eine große Herde cas. 30m neben der Piste. Ich kann gar nicht genug davon bekommen während Christa noch an das Erlebnis von gestern denk und zur Weiterfahrt drängt Wir genießen den Anblick und verlassen dann das Reservat. Die Fahrt geht weiter über Po – Ouaga – Richtung Bobo.
Wir besuchen noch die heiligen Krokodile und suchen bei Boromos einen Platz im Busch zum Übernachten.

21.01.2015 Boromo – Bamako
774km / 11863km

Wir starten früh zu einer Marathon-Etappe. Wir wollen Abends in Bamako sein um am Donnerstag zur mauretanischen Botschaft zu gehen um uns ein Visum für die Rückreise zu besorgen.
Sonst kommen wir wieder ins Wochenende und wir haben keine Lust auf die Abzocke in Rosso/Senegal und wollen von Bamako direkt nach Mauretanien ausreisen.
Die Grenzformalitäten verlaufen problemlos. Wir treffen den netten Polizisten aus 2013 und er lässt uns mit unsrem Mali-Visum nochmals einreisen – das ist uns dann auch ein paar Geschenke wert.
Wir erreichen Bamako um 20:30Uhr – das waren dann noch 2h Fahrt bei Dunkelheit – wirklich kein Spaß…

22.01.2015 Bamako
20km/11883km

Wir stehen um 8:30 vor der mauretanischen Botschaft. Das Visum können wir um 15 Uhr abholen.
Preise: ca. 50 EUR für ein 15 Tage Transit-Visum und 100 EUR fürs 30 Tage Visum.
Wir haben etwas Zeit und kümmern uns nochmals um unseren Tank – der letzte Versuch war leider nicht erfolgreich.
Den morgigen Tag verbringen wir nochmals in Bamako und wir wollen mit dem Taxi auf den Kunsthandwerker-Markt fahren.

23.01.2015 Bamako
10km / 11948km

Wir können uns heute etwas Zeit lassen. Gegen Mittag nehmen wir ein Taxi und fahren auf den Kunsthandwerker-Markt. Wir sind praktisch die einzigen Touristen und entsprechend fallen die Händler wie die Hyänen über uns her. Es lassen sich doch ein paar gute Schnäppchen machen . Nach 3h haben wir genug und nehmen wieder ein Taxi zurück ins Sleeping Camel.
Wir wollen morgen um 6 Uhr los und darum fahren wir heute noch gleich zum Tanken. Wie sich dabei herausstellt war unsere Tankreparatur wieder nicht erfolgreich. Bleibt also nur noch nicht ganz voll machen.

24.01.205 Bamako – Ayyoune el Atrous
639km / 12587km

Wir kommen tatsächlich Punkt 6 los. In der Stadt ist praktisch noch Null Verkehr und so lassen wir Bamako zügig hinter uns mit dem Ziel Nioro. Gegen Mittag erreichen wir den Grenzübergang auf malischer Seite. Die Formalitäten laufen zügig ab – es ist ja auch außer uns keiner da.
Auf mauretanischer Seite müssen wir feststellen dass bis 15 Uhr erst mal Mittag ist – prima – wir wollten eigentlich heute noch bis Kiffa fahren. Es war 15 Uhr und das Fußballspiel im Fernsehen war viel wichtiger als unsere Pässe zu bearbeiten . Ich stelle mich so halb vor den Fernseher, das stört natürlich den TV-Nachmittag gewaltig und mir wird prompt ein Sitzplatz angeboten. Ich lehne dankend ab und die einzige Chance auf ungetrübtes Fußballvergnügen ist anscheinend doch unser ePässe zu bearbeiten.
An dieser Stelle sei erwähnt dass wir auf Grund geänderter Einreiseformalitäten in Mauretanien (Fahrzeuge älter las 8 Jahre dürfen nicht mehr rein) die Hilfe von Idoumou in Anspruch genommen haben. Dieser schickte uns für insges. 100 EUR ein Einladungsschreiben mit dem alles geregelt sein sollte. Das Schreiben hat bisher keinen Menschen interessiert, bei der ersten Einreise waren 50 EUR Gebühr zu bezahlen – mit oder ohne Einladung. Idoumou schrieb mir dass sie an der Grenze schon Bescheid wüssten und alles zügig voran ginge……
Nächste Station war der Gendamerie-Posten. Der fragt zunächst nach der Versicherung. Diese hatte ich bereits in Deutschland über Idoumou abgeschlossen und per email die Bestätigung erhalten und ausgedruckt. Der Gendarm war mit dem Ausdruck natürlich nicht zu frieden Ich rief Idoumou an und gab das Gespräch weiter. Das Problem hatte sich dann gelöst. Das Spiel mit der Versicherung sollten wir später noch an 5 weitern Kontrollen haben, jedes mal rief ich Idoumou an und jedes mal löste er das Problem, das wir ohne ihn nicht gehabt hätten…..
Der Gendarm stellte dann noch fest, dass wir zuerst noch in das Büro zum Chef müssten, wir sollten seinem Kollegen in T-Shirt und Bade-Latschen folgen. Wir fuhren etwa 1km zurück, dann raus in den Busch und tatsächlich war da etwas wie ein Büro – nur der Chef war nicht da, aber noch 2 Kollegen in Bade-Latschen. Uns läuft die Zeit davon und die machen hier ihre Spielchen – ich werde etwas (mehr) unfreundlicher und mir wird versichert dass der Chef in 5 Minuten da wäre. Er kam dann und musste unsere Pässe abmalen – entweder ließ er sich absichtlich viel Zeit oder war er tatsächlich zu blöde zum Lesen und Schreiben Ich sah Kiffa jedenfalls langsam schwinden.
Jetzt war der Zoll vor uns – mal schauen was uns dort für eine Überraschung erwarten sollte.
Erstaunlicher Weiser gar keine – ich bekam für 5000 UM (ca. 15 EUR) ohne Probleme das Laissez Passer ausgestellt, und das ganz ohne Einladungsschreiben.
Es war dann schließlich kurz nach 6 als wir die Kreuzung zur Route del Espoir in Ayioune erreichten.
Der Polizeiposten wollte uns eigentlich nicht mehr Richtung Kiffa weiter fahren lassen . Wir diskutierten ein wenig über Sicherheit usw. und obwohl ja Mauretanien als sicher gilt bezifferte er die Chancen auf 40/60 und wir könnten auf eigene Verantwortung fahren . Wir wollten jedenfalls auf keinen Fall auf den Camping-Platz in Ayyoune, dort hatten wir vor Jahren nicht unbedingt beruhigende Erfahrungen gemacht (siehe Mali-B log). Der Polizist sagte uns, wir können im Hof der Polizeistation übernachten und war sichtlich erleichtert dass wir in die Stadt zurück fuhren.
Wir erreichen die Polizeistation um ca. 19 Uhr und finden im Hof ein angenehmes und sicheres Plätzchen zum Übernachten.

25.01.2015 Ayioune – Kiffa
250km / 12837km

Ursprünglich wollten wir über Tidjikja nach Atar und vor dort die Eisenbahnpiste bis Nouadhibou fahren, dazu hätten wir allerdings am Vortag bis Kiffa kommen müssen. Pläne sind eben zum Ändern da. Idoumou gibt uns per SMS noch ein paar Koordinaten durch mit denen wir ca. 70 km vor Kiffa ein Guelta mit Sahara-Krokodilen finden können. Es war eine gute Entscheidung diese Strecke nicht mehr bei Dunkelheit zu fahren – die Straße wird schlechter , es folgen über 30km üble Baustelle und wir kommen nur langsam voran. Wir erreichen das Guelta gegen 15:30 Uhr. Ca. 300m vor dem letzten Wegpunkt ist endgültig Schluss mit fahren, bis zum Ende des Gueltas sind es ca. 2-3km im Bachbett über große Felsen – dafür ist es jetzt schon etwas spät, aber wir haben ja Sahara-Krokodile schon auf unserer letzten Reise gesehen. Die Fahrt zum Guelta hat sich jedenfalls gelohnt – es ist ein wirklich malerischer Ort. Zu guter letzt zeiht noch ein große Horde Paviana an uns vorbei – wir beobachten das Treiben eine Ganze Weile und machen uns dann auf den Weg nach Kiffa. Dort Übernachten wir auf Idoumou´s Platz Phare du Desert. Ich hatte die Hoffnung dort Geld wechseln zu können, der Kurs dort war allerdings genauso bescheiden wie an der Grenze. Lt. Idoumou ist der Euro gefallen (das hat wahrscheinlich bei Nacht so gepoltert) und mehr als 300 UM/EUR sind nicht drin, auf der Bank vielleicht 320 – in Nouakchott hatten wir bei der Hinfahrt 360UM bekommen, war das schon nicht besonders gut. Wir bezahlen den Platz in EUR und beschließen morgen zur Bank zu fahren.

26.01.2015 Kiffa – Nouakchott
611km / 13448km

Gegen 9 fahren wir in den Ort zur Bank – die ist fast wegen Überfüllung geschlossen – die 2. Bank ist leer und wechselt nicht – wir fahren also weiter und hoffen unterwegs auf eine Bank – es ist uns jedoch nicht möglich an Landeswährung zu kommen. Unsere Ougia-Vorräte reichen gerade noch um ein Brot zu kaufen, tanken müssen wir nicht und so fahren wir bis Nouakchott.
Omar freut sich schon von Weitem uns wieder zu sehen und macht sich gleich auf den Weg zum Fischmarkt.
Bei leckerem Fisch und einem Gläschen Wein lassen wir den Tag ausklingen.
Vorher allerdings musste ich die Felgenschlösser am Landy knacken – Christa hatte das Gegenstück in einem Täschchen im offen Handschuhfach deponiert und das ist wohl irgendwie abhanden gekommen , Gut dass die Engländer auch hier nicht sorgfältig gearbeitet haben und so waren die Teile mit Hilfe einer 28er Nuss und 2 Schrauberbits im Nu entfernt.

27.01.2015 Nouakchott – Noudhibou
499km / 13947km

Plan B war die Strandpiste bis Noumghar zu fahren. Da Niedrigwasser um ca. 10 Uhr war rechneten wir mit einem Zeitfenster bis ca. 14 Uhr in dem ein Befahren des Strandes möglich ist. Wir planen also für die 170km 2 Tage ein. Um 8 fahren wir mit Omar auf den Markt zum Geld wechseln – siehe da, wieder 360 UM, erledigen noch ein paar Einkäufe und kommen gegen 9:30 Uhr los. Der Strand ist zügig u befahren. Im ersten Fischerdorf wollen wir ein Fischerboot umfahren und bleiben prompt im weichen Sand stecken. Es dauert keine 15 Minuten und der Landy ist wieder befreit. Das Wetter wird zunehmend trüber und windiger. Wir passieren gegen 13 Uhr die bekannte Engstelle Landeinwärts über die Düne, der Strandabschnitt ist bereits so schmal, dass immer wieder in den Weichsand ausgewichen werden muss und so beschließen wir ca. 65km vor Noumghar einen Platz zum Abwarten zu suchen. Wir stellen uns in den Windschatten einer Düne und essen zu Mittag. Der Wind hat zwischenzeitlich stark zu genommen und es treibt den Sand durch alle Ritzen im Landy, draußen sitzen war praktisch gar nicht mehr möglich. So wollten wir den Tag und die Nacht jedenfalls nicht zu bringen – bis zum nächsten Fischerdorf sind es ca. 6km – wir beschließen die 6km im Weichsand zu fahren, einsanden natürlich inbegriffen. Vom Fischerdorf führt dann eine Piste zur Hauptstraße. Wir fahren gleich weiter bis Nouadhibou und übernachten im Camping Abba.
Plan C sieht vor, morgen noch Cap Blanc zu besuchen und am späten Nachmittag zhur Grenze zu fahren.
Beim Einparken vernehme ich ein seltsames Heulen und elektrischen Geruch aus der Lichtmaschine.
Die war vor Abfahrt nagelneu, jetzt ist sie kochend heiß und lädt nicht mehr – ich wackle etwas an den Kabeln und scheinbar tut sie ihren Dienst wieder. Wir vertagen die Reparatur auf morgen früh.

28.01.2015 Nouadhibou – Barbas
211km / 14158km

Nach dem Frühstück möchte ich mich erst mal um die Lichtmaschine kümmern – sie wird wieder heiß und lädt nicht, wackeln hilft – also raus damit. Das Teil ist eigentlich nicht zum Zerlegen gebaut, wie ich messen konnte ist wohl der Hilfsgleichrichter defekt. Der ist allerdings mit dem Hauptgleichrichter ein Stück – sch…..
Nach Mc Gyver- Art gelingt es mir den integrierten Hilfsgleichrichter still zu legen und aus einer Handvoll alter Lichtmaschinen-Teile extern etwas aufzubauen – mit Erfolg.
Es ist 13:30 und wir beschließen noch ans Cap zu fahren. Die Wegbeschreibung im Därr-Buch passt praktisch gar nicht mehr und so wird das Ziel „umzingelt“. Wir finden schließlich den richtigen Weg und sind gegen 3 Uhr am Cap. Mönchsrobben sind gerade keine zu sehen, dafür eine Gruppe riesiger Geier. Wir verlassen das Cap gegen 4 und sind kurz nach 5 an der Grenze zu Marokko. Aus Mauretanien sind wir nach einer halben Stunde ausgereist, dann die Fahrt durchs Niemandsland und wir erreichen gegen 17:45 Uhr den marokkanischen Grenzposten. Die Grenze schließt wohl um 18 Uhr, aber wir sind erst mal drin. Um 19 Uhr verlassen wir den Grenzposten und sind 1h im Motel Barbas. Dort essen wir wie immer gut und günstig zu Abend und verbringen die Nacht.
Kurz zum Ablauf der Formalitäten bei der marokkanischen Einreise:
– Stop an der Gendamerie, Aufschreiben der Pass + Fahrzeugdaten
– Stop am 1. Polizeiposten – Suche nach mauretanischen Ausreisestempeln
– Einreisezettel ausfüllen und Pässe an der Polizei stempeln lassen
– dann zum Zoll
– den Menschen ausfindig machen der die grünen Fahrzeug-Zettel verteilt
– Zettel ausfüllen und mit diesem zum Büro am Scanner gehen, Unterschrift holen
– mit unterschriebenem Zettel zurück zum Zettelausgabe-Menschen, Stempel + Unterschrift holen
– mit 2x unterschriebenem und gestempelten Zettel zum Zollinspector, Unterschrift und Stempel holen
– mit 3x unterschriebenem, 2x gestempelten Zettel zurück zum Scanner-Büro
– Warten auf Scanner
– nach dem Scanner zurück zum Scanner-Büro und den hoffentlich nochmals gestempelten und unterschriebenen Zettel wieder in Empfang nehmen
– F E R T I G !
Die einzelnen Stationen sind natürlich nicht nebeneinander sondern im Abstand von jeweils ca. 100m im Zollhof verteilt.

29.01.2015 Barbas – Laayoune
738km / 14896km

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Norden.
Wir sind um 15 Uhr in Boujdour, da füllen wir unsere Dirham-Vorräte auf, kaufen Fisch und Gemüse und ein Stück Lamm für Dino. Der verschmäht ja seit 3 Wochen sein Trockenfutter und bekommt nun jeden Tag frisch gekochtes. Um 18:30 erreichen wir den städtischen Stellplatz in Laayoune-Plage.
Wir grillen unseren Fisch und lassen den Tag bei Brakina-Bier und Rotwein ausklingen.

30.01.2015 Laayoune – Sidi Ifni
532km / 15428km

Wir kommen relativ spät los, ich kämpfe noch mit der Aufladung der Internet-SIM-Karte.
In Laayoune füllen wir noch unsere Tanks und fahren dann weiter Richtung Guelmim.
Gegen Mittag verlassen wir nach einem letzten Tankstop die Westsahara. Wir weichen von unsrem sonst üblichen Weg ab und machen einen Schlenker über Sidi Ifni. Die Strecke ist landschaftlich absolut reizvoll und im Prinzip gar kein richtiger Umweg, es sind gerade mal ca. 20km mehr und Null LKW-Verkehr. Die Überschwemmungen vom Dezember haben in diesem Gebiet schwere Spuren hinterlassen. Praktisch jede Brücke in den Tälern wurde weggerissen, in Sidi Ifni ein Campingplatz dem Erdboden gleich gemacht usw.. Wir Übernachten im Camping Barka, ein unterhalb der Stadt direkt am Meer gelegener Platz, leider etwas überlaufen von französischen Tupper-Büchsen.

31.01.2015 Sidi Ifni – Marrakesch
410km / 15838km

Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Tiznit. Wir machen noch einen kurzen Stop an den Fels-Bögen. Die Strecke bis Tiznit ist absolut angenehm zu fahren, kein LKW-Verkehr und unterm Strich nicht länger als der direkte Weg. Gegen 14 Uhr erreichen wir Agadir, wir besuchen noch den Supermarkt und hoffen hier für Dino passendes Futter zu finden – leider Fehlanzeige, also kaufen wir ein Stück schönes Putenfilet für ihn – er soll ja auch nicht leben wie ein Hund. Im Supermarkt gibt es auch eine separate Alkohol-Abteilung, dort füllen wir unsere Bier und Weinvorräte auf. Das ist echt lustig hier, die Marokkaner , die den Shop verlassen, lassen ihrer Einkäufe gleich unter der Jacke verschwinden,. An der Kasse kommt man sich vor als hätte man eine Horde 16-Jähriger vor sich die verschämt ihre erste Packung Kondome kaufen …..
Wir erreichen Marrakesch gegen 18:30 Uhr, es ist der Teufel los in der Stadt. Auf unseren Parkplatz hinter der Moschee kommen wir gerade noch drauf, wir müssen allerdings später umparken um einen vernünftigen Stellplatz für die Nacht zu haben.
Wir gehen in den Souk und essen anschließend in den Garküchen.

01.02.2015 Marrakesch – Ceuta

666km / 16505km

Wir lassen uns morgens etwas Zeit und fahren weiter Richtung Ceuta.
Wir erreichen Ceuta gegen 18 Uhr. An der Grenze ist nicht all zu viel los,
die Abfertigung erfolgt rasch und problemlos, direkt an einzelnen Schaltern zum durch fahren,
keine Kontrollen, auch nicht auf spanischer Seite. Das Ganze geht so schnell, dass ich am Spanischen Zoll-Posten stehe und meinen marokkanischen Zettel fürs Auto noch in der Hand habe – sch…
Das ist absolut schlecht und kann bei der nächsten Marokko-Reise zu echten Problemen führen – also dem Spanier erklärt dass ich wieder zurück muß, der schüttelt nur den Kopf, sein Kollege weist uns in die Ausreise-Schlange und wir nehmen einen der Helfer um von hinten an den marokkanischen Zoll zu gelangen. Das Ganze kostet uns 20 EUR und kein viertel Stunde.
Wir erreichen noch locker die 20 Uhr Fähre und sind gegen 21 Uhr wieder in Spanien. Dort herrscht etwas Chaos und wir brauchen fast 1,5h um aus dem Hafengelände zu gelangen – es ist nur eine Spur am Zoll geöffnet und entsprechend ist der Andrang. Wir übernachten wieder auf dem Parkplatz beim Einkaufszentrum.

02./03.02.2015 Algeciras – bis fast nach Hause

1600km / 18104km

Wir starten früh morgens und wollen die Nacht durch fahren um gegen Nachmittag des nächsten Tages zu Hause zu sein. Gegen Mittag erreichen wir Caceres, erledigen wie üblich noch unsere Einkäufe und machen uns weiter auf den Weg Richtung Frankreich. Gegen 22 Uhr passieren wir die spanisch/französische Grenze. Hinter Bordeaux wechseln wir uns ab. Gegen halb 3 Uhr morgens weckt mich Christa und sagt, der Motor wird warm. Wir fahren rechts ran und mussten fast 5l Kühlwasser nach schütten. Zunächst war alles in Ordnung – nach 5 km wird der Motor wieder heiß. Wieder 5l nachgeschüttet und 10km weiter einen Parkplatz angelaufen. Der Motor war natürlich wieder heiß. Wir beschließen hier die Nacht zu verbringen. Es ist sau kalt, ich schlafe mit Dino hinten, Christa vorne auf dem Beifahrersitz. Zu allem Überfluss hat jemand das Wasser hinten nicht richtig abgestellt – es ist also noch nass dazu. Nach einer besch… Nacht warten wir bis es hell wird. Natürlich fehlt wieder fast alles Kühlwasser – insgeheim denke ich an die Zylinderkopfdichtung – verdränge das allerdings wieder. Der Motor läuft normal und auch in den Abgasen ist nichts von Wasserdampf zu sehen. Wir bauen den Thermostat aus und eine neue Wasserpumpe ein, lassen den Motor ca. 1h laufen und alles scheint normal zu sein. Wir fahren weiter, die Kühlwassertemperatur ist etwas weiter oben als sonst aber konstant – nach ca. 40km steigt die Temperatur wieder an und Ölgeruch ist war zu nehmen – wir fahren die nächste Haltebucht an – Game Over.
Wir rufen den ADAC an, der Abschleppdienst muss über die Notrufsäule gerufen werden – diese spricht natürlich nur französisch. Nach 2h haben wir es dann tatsächlich geschafft einen Abschlepper her zu bekommen. Dieser bringt uns zu seiner Werkstatt in der absoluten Walachei. Reparatur vor Ort ist natürlich kurzfristig nicht möglich und so organisiert uns der ADAC einen Mietwagen und der Landy wird mit dem Transporter zurück nach Deutschland gebracht. Während Christa den Landy soweit ausräumt fahre ich mit dem Taxi die ca. 50km bis Agouleme und hole unseren Mietwagen ab – der ADAC hat uns einen Nissan-Van organisiert in dem wir das Meiste aus dem Landy unterbringen können. Wir übernachten noch vor der Werkstatt, auch wenn der Chef nicht begeistert ist und fahren am nächsten Morgen um 5 Uhr los

04.02.2015 Walachei – nach Hause

1000km / 19104km

Wir fahren punkt 5 Uhr los, zunächst schneit es und die Straßen sehen recht glatt aus, das hört aber nach 200km auf. Wir sind dann gegen 17 Uhr zu Hause – der Landy wird nachgeliefert.

11.02.2015

Der Landy ist seit gestern in Deutschland und steht im Nachbarort.
Wir schleppen ihn mit dem Discovery zu uns nach Hause.

One Response to “Burkina Faso 2015”

  1. wir Says:

    hallo ihr 3
    wir wünschen euch ein gutes neues jahr
    sarah, larissa uschi orathai und thomas
    und schreibt fleissig hier (mit bildern)

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